| Gasmarkt |
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There are no translations available. GasmarktDie fortlaufende Liberalisierung des deutschen Gasmarkts verursacht eine hohe Dynamik. Eine Vielzahl von Anbietern drängt in den deutschen Markt. Der dadurch gesteigerte Wettbewerb birgt enorme Vorteile für Kunden. Gleichzeitig werden ständig neue Entwicklungen auf dem deutschen Gasmarkt verzeichnet. In dieser Situation positionieren sich neue, wettbewerbsfähige Gasanbieter mit einer radikalen Preispolitik gegenüber den traditionellen, alteingesessenen Anbietern. Bei einem Wechsel von dem angestammten Gasversorger, können leicht Einsparungen der Gasbezugskosten erzielt werden. Vor diesem Hintergrund beobachten wir, die Firma DFIC, den deutschen Gasmarkt und beraten in diesem Kontext industrielle, gewerbliche Gasverbraucher sowie kommunale Unternehmen, vornehmlich Stadtwerke. Im Rahmen unserer Beratungstätigkeiten unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihre Gasbeschaffung zu optimieren und einen Gasversorgerwechsel zu gestalten. Denn trotz der enormen Einsparpotentiale von bis zu 30 %, gegenüber den Standardtarifen der Grundversorger bewegen sich viele Verbraucher noch zögerlich und skeptisch auf dem liberalen Gasmarkt. Wir, als vertrauensvoller Partner wollen Ihnen das positive Kosten-Nutzen-Verhältnis eines gezielt eingesetzten Mehraufwands bei der Gasbeschaffung aufzeigen und die Hürde der Verunsicherung gemeinsam mit Ihnen nehmen. Um Ihnen eine erste Einschätzung über Ihre Einsparmöglichkeiten geben zu können, bitten wir Sie, uns die Informationsangaben unverbindlich per This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it mitzuteilen oder das Abfrageformular ausgefüllt zu übersenden. Des Weiteren ist der deutsche Gasmarkt durch ein hohes Maß an Intransparenz gekennzeichnet, die im Großkundenbereich besonders ausgeprägt ist. In diesem Zusammenhang führen wir eine “Untersuchung der Preise und anderer Bedingungen industrieller Gasbezugsverträge in Nord- und Westdeutschland“ durch. Im Rahmen dieser Untersuchung erhebt, vergleicht und bewertet DFIC relevante Informationen über Gaspreise und Bezugsbedingungen eines Gaswirtschaftsjahres in vier Quartalen, seit über 10 Jahren. Die von DFIC im Rahmen der Marktbeobachtung gewonnenen Erkenntnisse werden in Form einer anonymisierten Auswertung den befragten Unternehmen vorgestellt. Gerne nehmen wir Sie im Kreis der an den Analysen beteiligten Unternehmen auf und eröffnen Ihnen den Zugriff auf die Ergebnisse unserer Gasmarktuntersuchungen. Für weitere Informationen nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Entwicklungen auf dem deutschen Gasmarkt zu Beginn des Jahres 2011
Die aktuellen Entwicklungen auf dem deutschen Gasmarkt verursachen eine hohe Dynamik. Die steigende Gas-Angebotsmenge führt momentan zu einer Gasschwemme und einem niedrigen Preisniveau in Europa und in Deutschland. Eine Vielzahl von unabhängigen Gasanbietern drängt in den Markt. Der dadurch gesteigerte Wettbewerb birgt enorme Vorteile für Kunden. In dieser Situation positionieren sich neue, innovative Gasanbieter mit einer radikalen Preispolitik gegenüber den traditionellen, alteingesessenen Anbietern. Neue und unabhängige Gaslieferanten sind bundesweit fast flächendeckend am billigsten und teilen sich die Preisführerschaft in den Versorgungsgebieten. Derzeit bearbeiten etwa 300 Versorger den deutschen Endkundenmarkt, deutlich mehr als die Hälfte davon sind Stadtwerke und Regionalversorger, die über die angestammten Versorgungsgebiete aktiv sind. Für die Kunden ergibt sich dadurch eine komfortable Situation, in der sie durchschnittlich aus etwa 50 Versorgern wählen können, was eine Verdopplung innerhalb der letzten 18 Monate entspricht. Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tarifen sind erheblich. Bei einem Wechsel vom Grundversorgertarif zu einem der drei günstigsten Gaslieferanten können Kunden leicht Einsparungen von über 20% erzielen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Kunden bei ihren örtlichen Stadtwerken nicht bereits im Vorfeld zu einem günstigeren Tarif gewechselt sind. DFIC unterstützt Sie dabei, einen günstigeren Gasversorger als den bisherigen Grund- bzw. Regionalversorger auszuwählen. Der Wechsel ist für Sie ohne Versorgungsrisiken, da in Problemfällen die Gasversorgung automatisch über den angestammten Grundversorger weiterläuft. Gerne können Sie Kontakt zu uns aufnehmen, damit wir Ihnen eine erste Einschätzung über Ihre Einsparmöglichkeiten geben können. GaslexikonAbrechnungsbrennwert Erdgas ist in seiner Zusammensetzung und dem Energiegehalt (Brennwert) natürlichen Schwankungen ausgesetzt. Die Netzbetreiber messen täglich den Brennwert des Gases und errechnen daraus einen durchschnittlichen monatlichen Abrechnungsbrennwert. Der Abrechnungswert, beschreibt folglich den Energiegehalt eines Normkubikmeters Gas. Berechnung: Abrechnungsbrennwert = Brennwert * Zustandszahl (z-Zahl). Die Multiplikation des Abrechungsbrennwertes mit dem Kubikmetervolumen (m3) des gelieferten Gases ergibt die verbrauchten Kilowattstunden (kWh). Abwärme Abwärme bezeichnet die Wärme, die bei der Energieerzeugung freigesetzt wird. Der Wirkungsgrad einer Erzeugungsanlage kann durch die Nutzung von Abwärme erhöht werden. Anreizregulierung Die Anreizregulierung ist ein behördliches Instrument, das die Netzentgelte für Gas und Strom reguliert. Die Umsetzung liegt in der Hand der Bundesnetzagentur. Gemäß der Anreizregulierungsverordnung dürfen Netzbetreiber für die Durchleitung definierte Erlösobergrenzen nicht überschreiten. Arbeitspreis [AP] Der Arbeitspreis beschreibt jenen Preis, der für die tatsächlich verbrauchte Energiemenge zu zahlen ist. Aufwandszahl Die Aufwandszahl errechnet sich aus dem Verhältnis von energetischem Aufwand zu energetischem Nutzen.
Biogas Ausgangsstoffe von Biogas sind biomassehaltige Reststoffe wie Klärschlamm, Bioabfall und Speisereste, Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist), Pflanzen und Pflanzenteile sowie speziell für diese Zwecke angebaute Energiepflanzen. Das Gas selbst, entsteht im unter Sauerstoffabschluss stattfindenden Vergärungsprozess von organischem Material. Der Brennwert ist abhängig vom Metangehalt und liegt etwa bei 6,5 kWh/m³ (bei einem Methananteil vom ca. 60%). Blockheizkraftwerk Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) beruht auf dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip, was eine Strom und Wärme Produktion mit einem Gesamtwirkungsgrad von etwa 80% bis 90% bedeutet. Einem mit Erdgas betrieben Verbrennungsmotor wird ein Generator nachgeschaltet, der Strom erzeugt. Die Abgase und das aufgeheizte Kühlwasser werden zu Heizzwecken verwand. Weitere Brennstoffe die zum Betrieb eines BHKWs genutzt werden können sind z.B. Flüssiggas, Biogas, Deponiegas oder Heizöl. Brenngas Brenngase sind Gase oder Gasgemische die in einem ganz bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff oder Luft brennbar sind. Sie werden größtenteils industriell und zur Wärmeerzeugung genutzt. Brenngas sind z.B. Erdgas, Propan, Butan, Wasserstoff. Brennwert Die Energiemenge, die bei vollständiger Verbrennung und anschließender Rückkühlung auf die Bezugstemperatur frei wird, wird als Brennwert bezeichnet. Gemessen wird der Brennwert in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter (m3) und wird auch "oberer Heizwert" genannt.
Compressed Natural Gas (CNG) Verdichtetes Erdgas, wird z.B. in Druckgasbehältern in Fahrzeugen, die Erdgas als Kraftstoff verwenden unter einem Druck von ca. 200 bar gespeichert.
Dispatching Dispatching beschreibt die verschiedenen Prozesse der Überwachung und Steuerung von Gasversorgungssystemen, wozu die Netzüberwachung und -steuerung, die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, sowie die Abwicklung von Verträgen gehören. Durchleitung Durchleitung meint den Gastransport durch fremdbetriebene Leitungen. Die Regulation erfolgt durch eine Vereinbarung, in der festgelegt wurde, dass die Versorgung von Gaskunden auch durch nicht ortsansässige Unternehmen durchgeführt werden kann. EGIX Bildet einen Referenzpreis für den Erdgas-Großhandelsmarkt. Die Berechnung des EGIX (European Gas Index), erfolgt für die beiden deutschen Marktgebiete NCG (Net-Connect Germany) und GASPOOL, sowie für ein virtuelles Marktgebiet Deutschland.
Einspeisung Einspeisung ist die Gaseinleitung in ein bestehendes Gasversorgungnetz. Der Ort der Einspeisung kann eindeutig festgelegt und die Gasmenge gemessen werden.
Endverteiler Der Endverteiler ist das Ortsgasunternehmen, welches die Gasverteilung zum Kunden realisiert. Eine weitere Bezeichnung ist lokaler Endverteiler. Energiesteuergesetz Mit dem Energiesteuergesetz wird die Besteuerung von Kraft- oder Heizstoffen jedweder Art geregelt, es setzt die europäische Energiesteuerrichtlinie in nationales Recht um. Entry-Exit-Modell Modell zur Vereinfachung der Durchleitung und deren Abrechnung. Die Einspeisung erfolgt an einem beliebigen Ort (=Entry) und ist mit einer Einspeisegebühr verbunden. Die Entnahme an einem anderen beliebigen Ort (=Exit) ist wiederum mit einer Entnahmegebühr verbunden. Die Länge des Transportweges ist irrelevant. Erdgas Erdgas ist ein aus unterirdischen Reservoirs geförderter, fossiler Energierohstoff, der sich aus organischen Stoffen gebildet hat. Es wird in zwei Arten unterteilt, in Erdgas H und Erdgas L. Diese beiden Erdgasqualitäten unterscheiden sich in Energieinhalt bzw. Brennwert. H-Gas (High Caloric Gas) besitzt einen Brennwert zwischen 10 und 12kWh/m³. Der Brennwert von L-Gas (Low Caloric Gas) ist etwas niedriger (Zwischen 8 und 10 kWh/m³). Erdgasgewinnung Allgemein wird der Prozess der Erdgasgewinnung in drei Segmente unterteilt: Downstream, Midstream und Upstream. Downstream umfasst die Erdgasverteilung von der Förderstelle, über die Gasanbieter, bis zum Endverbraucher, sowie die Vermarktung und Werbung. Upstream umfasst die Entwicklung hin zur Erdgasförderung (Erkundungsarbeiten und Probebohrungen), die Erdgasförderung selbst sowie die Instandhaltung und Wartung der Arbeitsmaterialien. Exit-Modell Beim Exit-Modell, einem Abrechungssystem der Energiebranche, ist die Einspeisung von Strom oder Gas in das Versorgungsnetz anders als beim Entry-Exit-Modell an jedem Punkt kostenlos. Wird die Energie an anderer Stelle aus dem Versorgungsnetz entnommen, fällt eine Entnahmegebühr an den jeweiligen Netzbetreiber an. Der Transportweg zwischen Einspeise- und Entnahmeort, ist für die Kostenberechnung hingegen unerheblich. EXX European Energy Exchange AG (Börse) Ferngashandel Die überregionalen Ferngasunternehmen gewinnen Erdgas in Deutschland und importieren Gas aus dem Ausland, sie verkaufen es weiter oder beliefern direkt den Endverbraucher. Zu diesen überregionalen Ferngasgesellschaften gehören z.B. E.ON Ruhrgas, Shell, Exxon, VNG, RWE, und weitere. Gasabgabe Die Gasabgabe ist die Gasmenge, welche vom Versorgungsunternehmen abgegeben wird.
Gasabnahme Die Gasabnahme ist die Gasmenge, welche vom Kunden bezogen wird.
Gasbezugsoptimierung Die Gasbezugsoptimierung regelt den effizienten Gasmengeneinkauf eines Verbrauchers. Gasbezugsprognose Die Gasbezugsprognose dient der detaillierten Auskunft über den zukünftigen Gasbedarf. Festgelegt werden Mengen für die Speicherung, aber auch etwa für Kunden, die ihre Rechnungen nicht ordnungsgemäß begleichen. Versorger kommen so ihrer Eigenverantwortung in der Steuerung der Energieversorgung nach. Gasdruck Erdgasnetze werden bei unterschiedlichem Druck betrieben: Überregionale Fernleitungen in sehr hohen Druckbereichen (bis zu 100 bar), regionale Leitungen in einem breit gestreuten Spektrum zwischen 1 und 70 bar, örtliche Versorgungsleitungen meist im Mitteldruck (0,1 bis 1 bar) oder Niederdruckbereich (unterhalb von 100 mbar [Millibar]). Unmittelbar vor den Verbrauchsgeräten im Haushalt beträgt der Gasdruck 20 mbar Gaseum Ausstellung in Essen, die sich mit dem Thema Gas und seiner Geschichte befasst. Gasnetzentgeltverordnung Die Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) regelt Bestimmung der Entgelte für den Zugang zu den Gasfernleitungs- und Gasverteilernetzen (Netzentgelte). Gasnetzsimulation Durchleuchtet das Gasnetz unter wirtschaftlichen und technischen Aspekten. Netzausbau oder Erweiterungen werden mit Hilfe der Gasnetzsimulation beschlossen. Gasnetzzugangsverordnung Die Gasnetzzugangsverordnung reguliert, wie Netzbetreiber anderen Netzzugangsberechtigten, ihre Netze zur Verfügung stellen müssen. Hauptbestandteil ist die Verpflichtung, diskriminierungsfreien Netzzugang zu gewähren .Außerdem regelt sie die Einspeisung von Biogas, sowie Bedingungen für effiziente Kapazitätsausnutzung. Gaswirtschaftsjahr [GWJ] Das Gaswirtschaftsjahr dient traditionell als Grundlage von Verträgen über Gaslieferungen und die Buchung von Durchleitungskapazitäten, wobei die Vertragsbindungen immer mehr an Flexibilität gewinnen. Das Gaswirtschaftsjahr beginnt am 1. Oktober eines Jahres um 6.00 Uhr und endet zum 1. Oktober des Folgejahres um 6.00 Uhr. Gaswirtschaftstag [GWT] Ein Gaswirtschaftstag ist der Zeitraum von 6.00 Uhr eines Kalendertages bis 6.00 Uhr des darauf folgenden Kalendertages. GrundpreisDer Grundpreis (auch Grundgebühr) deckt feste Kosten wie Gaszähler, Abrechnung und Inkasso ab, er ist verbrauchsunabhängig, wird monatlich oder jährlich erhoben und bildet neben dem Arbeitspreis die zweite Komponente einer Gasrechnung.
H-Gas Siehe Erdgas Konzessionsabgabe Versorgungsunternehmen leisten Konzessionsabgaben an die entsprechenden Gemeinden für z.B.: die Nutzung öffentlicher Verkehrswege zur Verlegung und für den Betrieb von Leitungen. Konzessionsvertrag Der Konzessionsvertrag wird zwischen einer Gemeinde und einem Versorgungsunternehmen geschlossen, um abzusichern, dass eine Benutzung von öffentlichen Flächen für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen abgesichert wird. Der Versorger wird somit zum Grundversorger. Kraft-Wärme-Kopplung. Eine KWK-Anlag besteht aus einem Erdgas-Verbrennungsmotor und einem Generator und erzeugt Wärme und Strom. Der Vorteil liegt im hohen Wirkungsgrad, sowie in der effizienten Nutzung der Brennstoffe.
Lastschwankungen Lastschwankungen sind Veränderungen der Abnahmemenge (Schwankungen) der Gasversorgung beim Gaskunden. Es kann sich hierbei auch um Verschiebungen der Abnahmezeitpunkte handeln z.B.: Konjunkturelle Verschiebungen etc. Leistung Die Leistung wird in einer stündlichen Menge in m³/h oder in einer Energiemenge kWh/h angegeben. Leistungspreis [LP] Der Jahresleistungspreis, ist der auf ein Lieferjahr bezogene Preis, der je Einheit der abzurechnenden Leistung fällig wird. Der Jahresleistungspreis ist fix für die bestellte Stunden-/Tages-/ bzw. Jahresleistung zu zahlen.
L-Gas Siehe Erdgas
Marktgebiete Das deutsche Gasnetz ist in separat geführte Marktgebiete unterteilt. Es wird entweder „H-Gas“ oder „ L-Gas“ transportiert und jeder Gasanbieter muss jeweils einzeln Zugang erlangen. Seit April 2011 existiert ein erstes qualitätsübergreifendes Marktgebiet. Mengenschranken Siehe Take- or- Pay- Klausel Nettogrundpreis Nettogrundpreis = Jahresgrundpreis / 365 Tage * Tage des Abrechnungszeitraumes. Netzbetreiber Der Netzbetreiber ist Verpflichtet, die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten. Dazu gehören z.B. Betriebsüberwachung, Messung, Auswertung, Sicherheitsüberprüfung usw. Netznutzungsentgelte
Netzzugang Netzzugang ist der diskriminierungsfreie Zugang zu Infrastruktureinrichtungen die ein natürliches Monopol bilden. Hierzu zählen z.B.: Gas-, Strom – oder Schienennetzte Netzzugangsentgelte Das Netznutzungsentgelt, ist eine zu entrichtende Gebühr, für den Zugang in eine bestehende Gasrohrleitung.
Normkubikmeter Ein Normkubikmeter, ist das Volumen welches Erdgas im Normzustand, d. h. bei 0 Grad Celsius und einem Druck von 1,01325 bar annimmt. Ölpreisbindung Die Ölpreisbindung ist nicht gesetzlich verankert, sondern eine internationale brancheninterne Vereinbarung. Sie setzt sich über alle Versorgungsstufen fort. Der Gaspreis kann an Rohölsorten, an Ölprodukte oder an die Definition anderer Referenzpreise gebunden werden. Hier gibt es unterschiedliche Varianten, die alle eine willkürliche Preisanpassung verhindern sollen. Pauschaltarif Dieser Tarif ist ein Abrechnungstarif, bei dem auf Erfahrungswerte zurückgegriffen wird und ein fester Gasverbrauch pro Jahr veranschlagt wird. Referenzpreis (6/1/3-Regelung) In Deutschland wird als Referenzpreis für die Ölpreisbindung der Gaspreise häufig der Preis für leichtes Heizöl (HEL) verwendet. Um die Entwicklung der Gaspreise im zeitlichen Verlauf zu glätten, wird bei Gaslieferverträgen häufig die so genannte „6/1/3-Regelung“(ähnlich 6/3/3-Regelung, oder 3/1/3-Regelung) verwendet: Sechs Monate Referenzzeitraum, 1 Monat Zeitversatz („time lag“) und 3 Monate Preisgültigkeit.
Regionalversorger Ein Regionalversorger, ist ein Gas- bzw. Energieversorgungsunternehmen mit einem territorial eingegrenzten Versorgungsgebiet, dass keine Energielieferung außerhalb der Versorgungsgebiete durchgeführt. Residualmenge Die Residualmenge, beschreibt die Abweichung der Soll-Menge (die Menge, die beschafft wurde) von tatsächlich gelieferten Ist-Menge. Rohgas Bezeichnung für Gas, das im Prozess der Herstellung noch nicht die erforderliche Qualität für die Abgabe an Verbraucher erreicht hat. Preisanpassungsklausel Vertraglich festgelegte, automatische Preisanpassung wie z.B.: Kopplung an den Ölpreis, oder terminliche Festlegung. Punkt-zu-Punkt-Modell Das Punkt-zu-Punkt-Modell, beschreibt ein Abrechnungssystem innerhalb der Energiebranche, bei dem der Gaslieferant transaktionsgebunde Gebühren für die Durchleitung seiner eingespeisten Energie vom Einspeise- zum Entnahmepunkt an den Netzbetreiber zahlt. Spitzenlast Spitzenlast bezeichnet die kurzzeitig auftretende hohe Leistungsnachfrage im Stromnetz oder in anderen Versorgungsnetzen (Erdgas, Fernwärme, Nahwärme).
Spotmarkt Ein Spotmarkt (auch Kassamarkt), ist der ökonomische Ort, an dem Angebot und Nachfrage von Spot- oder Kassageschäften aufeinandertreffen. Hier werden insbesondere Devisen, Wertpapiere oder vertretbare Sachen, nach standardisierten Verträgen gehandelt. Eine gegenseitige Erfüllungsfrist von maximal zwei Börsentagen ist hier üblich. Steinkohleeinheit Die Steinkohleeinheit (SKE), bildet das Standardmaß für den Energieinhalt fossiler Brennstoffe. Eine SKE hat einen Energiegehalt von 8,141 kWh. Ein kg Öl entspricht 1,44 kg SKE, ein Normkubikmeter Gas 1,33 kg SKE. Auch ein Sekundärenergieträger kann in diese Energieeinheit umgerechnet werden: 1 kWh Strom entspricht 0,123 kg SKE. Stundenhöchstmenge Die Stundenhöchstmenge, ist eine vertraglich festgeschriebene Höchstmenge, die in kWh pro Stunde gemessen wird. Sie entspricht der bestellten Stundenleistung (kW).
Tageshöchstmenge Vertraglich bezogene Tagesmenge im Zeitraum von 6.00 Uhr bis 6.00 Uhr des folgenden Tages (sog. Gaswirtschaftstag) gemessen in kWh. Entspricht damit der bestellten Tagesleistung.
Take-or-Pay-Klausel Die Take-or-Pay-Klausel besagt, dass Mindestmengen oder Mindestleistungen von Kunden auch dann zu bezahlen sind, wenn die Abnahme darunter oder darüber liegt. Bezieht der Kunde z. B. Mengen oberhalb der vereinbarten Höchstgrenze, so werden diese Mehrmengen mit einer Pönale versehen. Tarifsystem Das Tarifsystem regelt die einheitliche Preisgestaltung und Preisstruktur in bestimmten Regionen für gleiche Verbrauchergruppen oder Verwendungsbereiche. Hier kann es deutliche Unterschiede geben, je nach Produkt und Dienstleistung. Terminmarkt Am Terminmarkt treffen Angebot und Nachfrage nach Termingeschäften aufeinander. Die Vertragspartner erfüllen die am Terminmarkt abgeschlossenen Geschäfte, in einem fest vereinbarten Zeitraum, der mindestens drei Handelstage nach dem Geschäftsabschluss liegen muss. Umrechnung Erdgas in kWh Die Umrechnung der bezogenen Gasmengen erfolgt in drei Schritten:
Das Ergebnis entspricht den verbrauchten Kilowattstunden (kWh) Verbrauchsabrechnung Die Verbrauchsabrechnung, beinhaltet die gesamten Daten des Gasverbrauches und wird vor oder mit der Rechnung übergeben
Versorgungsdruck Der Versorgungsdruck, ist der Gasdruck in der Versorgungsleitung, an der das zu versorgende Grundstück angeschlossen ist. Versorgungsgebiet Ist das Gebiet, das ein Gasversorgungsunternehmen mit Gas versorgt.
Virtuellen Handelspunkt Am Virtuellen Handelspunkt (VHP) des Marktgebietes, kann Gas nach der Einspeisung und vor der Ausspeisung innerhalb des Marktgebietes gehandelt werden. Der VHP ist keinem physischen Ein- oder Ausspeisepunkt zugeordnet und ermöglicht den Kauf oder Verkauf von Gasmengen ohne Kapazitätsbuchung. Um jedoch die gehandelten Mengen zu transportieren, müssen Ein- oder Ausspeisekapazitäten gebucht und in einen Bilanzkreis eingebracht werden. Wobbe-Index Der Wobbe-Index zeigt Charakteristika und die Austauschbarkeit von Gasen an, z. B. ob ein Brenner einer Heizung auf ein anderes Gas eingestellt werden kann. Zonentarif Grundlage eines Zonentarifs ist der Jahresverbrauch, wobei ein höherer Verbrauch einen niedrigeren Preis zu Folge hat. Zonentarife enthalten verschiedene Stufen (Zonen), nach denen abgerechnet wird. Zum Beispiel unterscheidet sich der Preis von 0 bis 4000 kWh, von dem von 4001 kWh bis 10000 kWh usw. Bei der Jahresabrechnung werden die einzelnen Zonen aufaddiert. Zustandszahl (z-Zahl) Das Volumen von Gas ist abhängig von den durchschnittlichen Temperaturen und der Höhenlage der Gasabnahmestelle. Die Zustandszahl berücksichtigt den Einfluss der örtlichen Temperatur und des Luftdrucks auf das Gasvolumen. Sie wird als Faktor verwendet, um das gelieferte Gas vom Betriebszustand in den Normzustand (0 Grad Celsius, 1.013,25 mbar) zurückzurechnen. |
